Arbeitnehmerdatenschutz: Xing ja, Facebook nein
25. August 2010 | Keine Kommentare
Die Bundesregierung will den Arbeitnehmerdatenschutz stärken. Heute soll ein entsprechender Gesetzentwurf beschlossen worden sein. Die wesentlichen Eckpunkte der geplanten Reform:
- Heimliche Überwachungen mit Kameras sollen unzulässig sein. Die offene Videoüberwachung soll weiterhin möglich sein, aber nur in bestimmten Bereichen und wenn die Mitarbeiter darüber informiert werden.
- Arbeitgeber sollen sich nicht grenzenlos im Internet über (potenzielle) Beschäftigte informieren dürfen. Daten aus sozialen Netzwerken (wie Facebook) sollen sie grundsätzlich nicht verwenden dürfen. Anders sieht es bei Plattformen aus, die gerade diesem Zwecke der eigenen Präsentation für künftige Arbeitgeber dienen (z.B. Xing, LinkedIn). Allgemein zugängliche Informationen aus dem Netz sollen weiterhin nutzbar sein.
- Gesundheitsprüfungen vor der Einstellung sollen unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein. Allerdings darf der Arbeitgeber anschließend nur eine kurze Mitteilung erhalten, ob ein Bewerber für die vorgesehene Arbeit geeignet ist. Das vollständige Ergebnis der Untersuchung steht nur dem Bewerber zu.
- Um Straftaten oder «schwerwiegende Pflichtverletzungen» aufzudecken, will der Gesetzgeber einen automatischen Abgleich der Beschäftigtendaten (das sogannte «Screening») in anonymisierter Form erlauben. Bei entsprechenden Verdachtsmomenten sollen die Daten konkreten Personen zugeordnet werden dürfen.
Arbeitszeugnisse: ein Meinungsaustausch
16. August 2010 | Keine Kommentare
Immer öfter wird das Thema Arbeitszeugnisse kontrovers diskutiert. Viele Personaler klagen über den hohen Zeitaufwand, den das rechtssichere Erstellen eines Arbeitszeugnisses mit sich bringt. Auch der Wohlwollensgrundsatz wird kritisch beäugt: Was bringt schon ein Arbeitszeugnis, wenn ich als Arbeitgeber nicht schreiben darf, dass der Mitarbeiter eine Pfeife ist. Eine gute Pro-und Contra-Aufstellung bieten heute die “Stuttgarter Nachrichten“, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Hier gehts zum Artikel: “Arbeitszeugnis – Pro und Contra“
Anonyme Bewerbungen
6. Juli 2010 | Keine Kommentare
Anonyme Bewerbungen – ohne Foto, ohne Angabe des Namens und ohne Angabe des Geburtsdatum? Kann diese Vorgehensweise einer möglichen Diskriminierung entgegenwirken? Bietet sie für ausländische oder ältere Bewerber größere Chancen im Bewerberprozess. Drei große deutsche Firmen und zwei internationale Konzerne wollen das nun austesten. In einem Pilotprojekt sollen die Bewerber ausdrücklich kein Foto von sich einsenden. Auch weder Namen, Anschrift, Geburtsdatum, Geburtsort und Familienstand dürfen angeben werden, um Rückschlüsse auf diskriminierende Umstände auszuschließen.
- Unternehmen testen anonyme Bewerbungen (FAZ-Online)
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Antidiskriminierungs-Beauftragte für anonyme Bewerbungen (Focus Online)
- Frankreich: 50 Firmen testen anonyme Bewerbungen (Spiegel Online)
Emmely darf wieder an die Kasse
11. Juni 2010 | Keine Kommentare
Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat gestern die Kündigung der langjährigen Supermarktkassiererin “Emmely” aufgehoben. Sie darf zurück an ihren Arbeitsplatz. Der Fall der 52-jährigen Berlinerin hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt: Ihr wurde nach 30 Jahren Betriebszugehörigkeit fristlos gekündigt, weil sie zwei ihr nicht gehörende Leergutbons im Wert von insgesamt € 1,30 einlöste.
Was ist Selbstbewusstsein?
8. Juni 2010 | Keine Kommentare
Heute mal ein ganz anderes Thema. Aber, und da wird mir wohl jeder Recht geben, ein Thema, das häufig ganz eng mit dem Arbeitsleben verbunden ist. Viele Mitarbeiter haben das Gefühl, unter mangelndem Selbstbewusstsein zu leiden. Sie bewundern Kollegen oder Vorgesetzte, die immer ihren Stiefel fahren, die ihre Meinung oder ihren Willen auf Biegen oder Brechen durchsetzen – selbstbewusst eben! Eine ganz andere Definition von Selbstbewusstsein liefert Autorenkollegin und Coach Bettina Stackelberg, “Die Frau fürs Selbstbewusstsein“.



