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Tätigkeitsbeschreibung
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Jan

Die Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitszeugnis

Die Tätigkeitsbeschreibung ist eines der Kernstücke Ihres Arbeitszeugnisses. Hier erfährt der zukünftige Arbeitgeber, welche Tätigkeiten Sie zuvor verrichtet haben. Nur durch eine „gute“ Aufgabenbeschreibung wird er in der Lage sein einzuschätzen, ob Sie die gewünschten fachlichen Qualifikationen für den Job mitbringen. Grund genug, diesem Teil des Arbeitszeugnisses besondere Aufmerksamkeit zu schenken.  

Ausführliche Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitszeugnis

Eins vorweg: Dem Zeugnisaussteller sind bei der Beschreibung des Aufgabenbereiches enge Grenzen gesetzt. Alle Tätigkeiten, die Sie im Laufe Ihrer Firmenzugehörigkeit ausgeübt haben, sind vollständig und verständlich darzustellen. Dabei lautet die Grundregel: „im Verhältnis zur Stelle“. Je höher qualifiziert die Stelle angesiedelt ist, umso ausführlicher und detaillierter sollte der Aufgabenbereich erläutert sein.

Im Verhältnis zur Leistungsbeurteilung

Darüber hinaus muss die Aufgabenbeschreibung immer im Verhältnis zum restlichen Zeugnistext stehen. Andernfalls entsteht der leicht der Eindruck, Sie waren zwar mit einer Vielzahl von Aufgaben betraut, konnten diese im Ergebnis jedoch nicht erfüllen. Auch wenn Sie Personalverantwortung hatten, für namhafte Kunden zuständig waren oder Ihnen besondere Vertretungsbefugnisse oder Prokura erteilt waren, so sind auch diese Tatsachen im Rahmen der Aufgabenbeschreibung zu erwähnen.


Achtung

Hatten Sie im Laufe der Unternehmenszugehörigkeit mehrere Funktionen inne, so müssen sämtliche Aufgaben dargestellt werden. Mitunter kann dies den Umfang eines Arbeitszeugnisses ganz schön überdehnen. In der Regel hebt man die Aufgaben der letzten Funktion hervor bzw. die der wichtigsten. Von Vorteil ist es auf jeden Fall, wenn Sie ein Zwischenzeugnis erhalten haben und hinsichtlich der Aufgaben einfach auf dessen Inhalt verweisen können.

Noch zwei Hinweise:

  • Überprüfen Sie immer, welche Aufgaben tatsächlich wichtig waren.
  • Besondere Projekte können auch weiter unten im Rahmen der Leistungsbeurteilung erwähnt werden, damit die Tätigkeitsbeschreibung nicht zu lang wird.

Aufzählung oder Fließtext?

Sollen die einzelnen Aufgaben besser als Aufzählungspunkte oder als Fließtext dargestellt werden? Auch diese Frage hören wir öfter. Die Antwort: Geschmackssache! Beides hat sicher seine Vorteile. Bei einfacheren Tätigkeiten kann man Aufgaben schön mit ein paar gezielten Sätzen beschreiben und auch gleich mit Erfolgen anreichern.

Handelt es sich eher um eine komplexere Tätigkeit mit verschiedenen Aufgabenfeldern bietet sich eher eine Aufzählung an. Diese kann man gerne auch noch einmal nach Aufgabenfeld clustern. Und es gibt noch etwas, was für eine Aufzählung spricht: Eine Aufzählung sticht in einem Arbeitszeugnis, das in der Regel aus einem längeren Fließtext besteht, noch einmal heraus. Und damit wird man der Wichtigkeit dieses Bereiches noch einmal besser gerecht.


Und wie können wir Sie unterstützen?

Sie sind unsicher, welche Ihrer Aufgaben in Ihrer Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitszeugnis stehen sollten? Wir unterstützen und beraten Sie gerne bei der Auswahl und Gewichtung im Rahmen unserer Zeugnis-Erstellung

 

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