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Zeugnisinhalt unter der Lupe
30
Aug
2008

Kein Recht auf freundliche Schlussformel (#Urteil)

Arbeitgeber dürfen unter Umständen auf eine freundliche Schlussfloskel im Arbeitszeugnis verzichten. Zumindest haben Arbeitnehmer mit einer eher durchschnittlichen Leistungsbewertung keinen Anspruch darauf, dass ihr Chef ihnen «für den beruflichen und privaten Lebensweg alles Gute» wünscht, wie das Landesarbeitsgericht Düsseldorf entschieden hat 

Im Entscheidungsfall hatte der beklagte Arbeitgeber ein Zeugnis mit der Note befriedigend ausgestellt, anstelle einer vom Kläger geforderten «Dankes- und Wunschformel» jedoch lediglich angefügt, dass das Arbeitsverhältnis aus betrieblichen Gründen beendet worden sei. Selbst wenn Arbeitgeber grundsätzlich verpflichtet sein sollten, Arbeitszeugnisse mit einer Schlussformel zu beenden, müsse diese bei durchschnittlichen Arbeitsleistungen kein besonderes Bedauern ausdrücken, entschieden die Düsseldorfer Richter. Sie ließen allerdings wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtsfrage die Revision zum Bundesarbeitsgericht zu (LAG Düsseldorf, Urteil vom 12.05.2008, Az: 12 Sa 505/08).