News

13
Jul
2009

Zeugnisformulierung per Vergleich bindend (#Urteil)

Verpflichtet sich der Arbeitgeber in einem gerichtlichen Vergleich, das Arbeitszeugnis nach einem Zeugnisentwurf des Mitarbeiters zu erteilen, so darf er von den vorgegebenen Formulierungen nur abweichen, wenn er einen wichtigem Grund hat  (LAG Köln, Beschluss vom 2.1.2009, Az.: 9 Ta 530/08).
17
Jun
2009

Zeugnis zu spät? Kein Schadenersatz ohne Mahnung (#Urteil)

Der Arbeitgeber muss innerhalb von zwei bis drei Wochen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein Arbeitszeugnis ausstellen. Tut er dies nicht, muss er unter Umständen Schadenersatz zahlen, wenn Sie dadurch ein aussichtsreiches Jobangebot verlieren. Voraussetzung: Sie müssen vorher das Arbeitszeugnis anmahnen. 
28
Apr
2009

Heimliches Mithören am Telefon kein Beweis (#Urteil)

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind krank und Ihr Arbeitgeber ruft bei Ihnen zu Hause an. Er fordert Sie auf, trotz Arbeitsunfähigkeit zu Arbeit zu kommen, andernfalls sehe man sich gezwungen, Sie zu kündigen. Unglaublich sagen Sie? Das ist zumindest ein Teil des Sachverhaltes, über den das BAG zu entscheiden hatte. Die Geschichte geht aber noch weiter:
18
Sep
2008

Immer noch kein Zeugnis? Zwangsgeld! (#Urteil)

Kommt der Arbeitgeber seiner Verpflichtung, ein qualifiziertes Arbeitszeugnis zu erteilen, nicht nach, so kann das Gericht ein Zwangsgeld gegen ihn verhängen. Das zumindest hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz entschieden (LAG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 23.6.2008, Az: 2 Ta 106/08). Der Arbeitgeber hatte sich durch gerichtlichen Vergleich verpflichtet, ein qualifiziertes Arbeitszeugnis auszustellen. Nachdem der Kläger Wochen später immer noch kein Zeugnis erhalten hatte, hat er schließlich beim Arbeitsgericht Trier einen Antrag auf Festsetzung...
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30
Aug
2008

Kein Recht auf freundliche Schlussformel (#Urteil)

Arbeitgeber dürfen unter Umständen auf eine freundliche Schlussfloskel im Arbeitszeugnis verzichten. Zumindest haben Arbeitnehmer mit einer eher durchschnittlichen Leistungsbewertung keinen Anspruch darauf, dass ihr Chef ihnen «für den beruflichen und privaten Lebensweg alles Gute» wünscht, wie das Landesarbeitsgericht Düsseldorf entschieden hat  Im Entscheidungsfall hatte der beklagte Arbeitgeber ein Zeugnis mit der Note befriedigend ausgestellt, anstelle einer vom Kläger geforderten «Dankes- und Wunschformel» jedoch lediglich angefügt, dass das Arbeitsverhältnis aus betrieblichen...
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20
Aug
2008

Arbeitszeugnis Redakteur: Was sind branchenübliche Formulierungen? (#Urteil)

Mit Urteil vom 12.08.2008 (Az.: 9 AZR 632/07) beschäftigte sich das Bundesarbeitsgericht wieder einmal mit dem notwendigen Inhalt von Arbeitszeugnissen – konkret mit einem Arbeitszeugnis Redakteur. Im Entscheidungsfall hatte ein Redakteur einer Tageszeitung kritisiert, dass im Arbeitszeugnis seine Belastbarkeit in Stresssituationen nicht beurteilt wurde. Nach Ansicht der Erfurter Richter kann ein Arbeitnehmer die Ergänzung seines Arbeitszeugnisses verlangen, wenn der Arbeitgeber übliche Formulierungen ohne sachliche Grund weggelassen hat.
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