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Referenz und Empfehlung
24
Sep
2020

Von der Selbstständigkeit zurück in die Festanstellung – wie sich das Vorhaben realisieren lässt

angestellt vs. selbstständig

[Gastbeitrag] An sich ist die Selbstständigkeit für viele Menschen ein Traum und die meisten könnten sich eine Rückkehr in ein festes Arbeitsverhältnis nicht vorstellen. Allerdings trifft das keineswegs auf alle zu. Manche überlegen sich nach einer längeren Selbstständigkeit tatsächlich, wieder eine Festanstellung auszuüben. Die Gründe dafür können unterschiedlicher Natur sein und oft hängt die Entscheidung nicht einmal mit Misserfolg zusammen. Allerdings kann sich das Ganze als schweres Unterfangen herausstellen. Gerade die Bewerbung ist oft ein zentrales Problem, da beispielsweise keine Arbeitszeugnisse und generell kein typischer Lebenslauf vorliegt. Wie sich das Vorhaben dennoch realisieren lässt, wollen wir uns in diesem Artikel näher anschauen.

Referenzen als Alternative zum Arbeitszeugnis

Selbstständige haben keinen Anspruch auf Arbeitszeugnisse und müssen daher darauf verzichten. Bei Bewerbungen kann sich das jedoch schnell als Problem herausstellen. Schließlich sind Arbeitszeugnisse etwas, was von vielen Arbeitgebern verlangt wird und wer diesbezüglich nicht überzeugen kann, hat in der Regel keine guten Aussichten. Allerdings sind Referenzen und persönliche Empfehlungsschrei­ben eine Alternative, die nicht zwangsweise einen geringeren Stellenwert hat. In den USA beispielsweise ist beides relativ verbreitet und kann bei der Bewerbung eine große Hilfe sein. In Deutschland ist das bisweilen noch nicht der Fall, wenngleich sich Referenzen langsam auch hier durchsetzen. Sie sollten zufriedene Kunden also immer darum bitten. In der Regel zeigen sich die meisten Kunden diesbezüglich hilfsbereit. Haben Sie also keine falsche Scham, sondern fragen Sie ruhig nach und machen Sie gegebenenfalls sogar etwas Druck. Schließlich sind Empfehlungen so oder so von Vorteil. Und zwar unabhängig davon, ob Sie weiterhin selbstständig sein möchten oder eine Rückkehr in das reguläre Arbeitsleben anstreben.

Fachwissen aus Selbstständigkeit kann ein Türöffner sein

Obwohl es Selbstständige auf dem Arbeitsmarkt in der Regel schwerer haben, muss das keineswegs immer der Fall sein. Schließlich bringen viele Selbstständige ein hohes Maß an Fachwissen mit und das kann bei einer Bewerbung ein Türöffner sein. Ein gutes Beispiel dafür wäre ein Selbständiger, der über Jahre hinweg einen erfolgreichen Onlineshop im Bereich des Dropshippings betrieben hat. Arbeitgeber können daraus beispielsweise schließen, dass der Bewerber gute kommunikative Fähigkeiten mitbringt. Andernfalls hätte er es wohl kaum hingekriegt, mit seinen Kunden und Lieferanten zu kommunizieren. Kommunikative Fähigkeiten sind jedoch nicht das Einzige, was mit einer entsprechenden Tätigkeit einhergehen kann. Die meisten Dropshipper kennen sich mit Softwarelösungen für Dropshipper aus und haben generell eine gewisse technische Affinität. Angesichts des digitalen Wandels ist das etwas, was von vielen Arbeitgebern gefordert wird. Zwar geht es meist weniger um Softwares für Dropshipping, aber Erfahrung im Nutzen von Softwarelösungen ist definitiv etwas, was immer öfter gesucht wird. Zum einen hängt das damit zusammen, dass sich der Arbeitsmarkt im Zuge der Krise verändert hat. Zum anderen befinden wir uns ohnehin im Zeitalter der Digitalisierung. Entsprechende Kenntnisse sind also generell immer gefragter.

Allein diese Beispiele zeigen bereits auf, dass ein zuvor erfolgreicher Dropshipper gar keine so schlechten Aussichten auf eine Arbeitsstelle hat. Zumal es Arbeitgeber gibt, die gegenüber Selbstständigen eine positive Einstellung haben. Sollte also nicht irgendein Recruiter, sondern der CEO selbst beim Bewerbungsgespräch vor einem stehen, kann das einem zugutekommen. Unternehmensgründern ist schließlich bewusst, was es für Kompetenzen braucht, um ein eigenes Business aufzubauen. Und da der E-Commerce aktuell ohnehin ein wachsender Bereich ist, gibt es viele Unternehmen, die sogar damit liebäugeln, ihre Waren vermehrt über das Internet anzubieten. Das ist eine Chance, die einem Dropshipper zugute kommen kann. Allerdings trifft das Ganze selbstverständlich nicht nur auf Selbstständige zu, die sich mit Dropshipping oder einem anderen Geschäftsmodell des E-Commerce auskennen. Im Grunde haben Selbstständige aus allen Bereichen eine Chance, wenngleich digitales Fachwissen aktuell am gefragtesten ist.

Selbstbewusstsein ist ein wichtiger Faktor

Einer der wichtigsten Faktoren bei jeder Bewerbung ist das eigene Selbstbewusstsein und Selbstständige sind hiervon nicht ausgenommen. Wenn Sie also die Rückkehr in ein Angestelltenverhältnis anstreben, seien Sie sich dessen unbedingt bewusst. Selbst, wenn Sie die Selbstständigkeit aufgrund von Misserfolg aufgeben mussten, sollte das nicht Ihr Selbstbewusstsein beeinträchtigen. Andernfalls könnte es mit einer erfolgreichen Bewerbung schwierig werden. Natürlich haben Sie einige Hürden wie fehlende Arbeitszeugnisse, die es zu meistern gilt. Allerdings ist das keineswegs ein Grund, um sich verunsichern zu lassen. Selbstständige haben nicht zwangsweise schlechtere Karten als Bewerber, die langjährige Erfahrung als Angestellte vorzuweisen haben. Im Endeffekt kommt es darauf an, wie Sie sich verkaufen und ob Sie Ihr Gegenüber beim Bewerbungsgespräch überzeugen können.

Fazit

Wenn Selbstständige nach einer Festanstellung suchen, kann das bei der Bewerbung problematisch sein. Ein Grund zu verzagen, ist das jedoch nicht. Zum einen lassen sich Arbeitszeugnisse durch gute Referenzen ersetzen. Zum anderen gibt es Arbeitgeber, die Selbstständigen sogar positiv gegenüberstehen. Sollten Sie ein gesundes Maß an Selbstvertrauen haben und sich gut verkaufen können, stehen Ihre Chancen also gar nicht schlecht.