Streit um das Arbeitszeugnis?

Zeugnisberichtigung: Wer muss was beweisen?

Eine gute Nachricht vorweg: Grundsätzlich muss Ihr Arbeitgeber beweisen, dass das Zeugnis vollständig und inhaltlich richtig ist. Diese Pflicht kann er in der Regel auch viel einfacher erfüllen als Sie – schließlich stehen ihm diverse Hilfsmittel, zum Beispiel Personalakten oder Protokolle von Mitarbeitergesprächen zu Verfügung. Achtung: Von diesem Grundsatz gibt es jedoch zwei Ausnahmen.

Wie kann ich mein Arbeitszeugnis einklagen?

Reagiert Ihr Arbeitgeber nicht auf Ihre Erinnerungsschreiben oder weigert er sich schlicht und einfach, Ihnen ein Zeugnis auszustellen, so hilft meist nur noch die Klage vor dem Arbeitsgericht. Viele Arbeitnehmer verzichten jedoch auf eine Klage, da sie damit verbundene hohe Kosten befürchten. Diese Bedenken sind jedoch in einer Vielzahl von Fällen grundlos.

Unzufrieden mit dem Zeugnis?

Sind Sie beim Lesen Ihres Zeugnisses auf Formulierungen oder ganze Passagen gestoßen, über die Sie unglücklich oder verärgert sind? Die gute Nachricht: Sie können von Ihrem Arbeitgeber eine Änderung oder Berichtigung verlangen bzw. diese gerichtlich einklagen. Die schlechte: nicht alle Berichtigungs-wünsche lassen sich vor Gericht durchsetzen.

Wie war das gleich mit der Wahrheit?

Er hängt wie ein Damoklesschwert über der Zeugnispraxis: der Grundsatz der Zeugniswahrheit. Viel besprochen, viel diskutiert. Häufig umgangen? Wie viel Wahrheit muss also in einem Zeugnis stecken, was meinen Sie?
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