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Streit um das Arbeitszeugnis
8
Mrz

Zeugnissprache – Chef, Chef – Zeugnissprache (Umfrage)

Zeugnissprache - schwere Sprache

Immer wieder hören wir von Mandanten, dass sie das Gefühl haben, der Arbeitgeber habe das Zeugnis nicht aus bösem Willen so formuliert. Eher vielleicht aus Unkenntnis. Das bringt uns auf eine kleine Umfrage in Sachen Zeugnissprache für ein Stimmungsbild.

Zeugnissprache: Haben Sie das Gefühl, Ihr Chef oder Ihre Chefin weiß, was er tut?

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Zeugnissprache – Schwere Sprache

Die Erfahrung zeigt: Man sieht einem Zeugnis in der Regel an, ob der Zeugnisaussteller böswillig und vorsätzlich noch ein Abschiedsgeschenk der besonderen Art machen wollte. Dies kommt in der Praxis gar nicht so oft vor, wie man denkt. Viele Arbeitgeber scheuen wohl den Aufwand und Ärger, den ein langwieriger Gerichtsprozess mit sich bringen würde. Vielmehr sind viele Unstimmigkeiten auf Zeitmangel, Unwissenheit und mangelnde Beschäftigung mit diesem Thema zurückzuführen. In diesen Fällen fällt es oftmals auch leichter, den Arbeitgeber zu Änderungen zu bewegen. Allerdings sollte man auch hier diplomatisch vorgehen, manche wollen sich einfach keine Blöße geben. Etwa mit: „Sie haben mich hier mit ´befriedigend´ bewertet, ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass Sie mit meinen Leistungen immer sehr zufrieden waren. Meine letzten Zielgespräche verliefen zumindest immer sehr positiv.“

Woher kommt die Zeugnissprache?

Im Prinzip hat sich die Zeugnissprache entwickelt aufgrund einer Diskrepanz zwischen Wahrheitspflicht und Wohlwollensgrundsatz. Der sogenannte „Grundsatz der Zeugniswahrheit“ basiert auf einem Grundsatzurteil des Bundesarbeitsgerichts aus dem Jahre 1960 (BAG, Urteil vom 23.6.1960, Az.:5 AZR 560/58). Das besagt im Wesentlichen, dass die Angaben im Zeugnis der Wahrheit entsprechen müssen. Nach dem Wohlwollensgrundsatz soll der Zeugnisaussteller hingegen den wohlwollenden Maßstab eines verständigen Arbeitgebers zugrunde legen und dem Arbeitnehmer die weitere berufliche Zukunft nicht unnötig erschweren (BAG, Urteil vom 26.11.1963, Az.:VI ZR 221/62). So ist dem Mitarbeiter trotz kleinerer Auffälligkeiten oder einem einmaligen Fehlverhalten ein einwandfreies Verhalten zu bescheinigen (BAG, Urteil vom 21.6.2005, Az.: 9 AZR 352/04). Insbesondere darf sich der Arbeitgeber nicht von Unstimmigkeiten leiten lassen, die ursächlich für das Ausscheiden des Arbeitnehmers waren, wenn der Mitarbeiter sonst ordentlich gearbeitet hat und der Vorgang seine Fähigkeiten und Leistungen nicht kennzeichnet (LAG Hamm, Urteil vom 13.2.1992, Az.: 4 Sa 1077/91). Als Konsequenz hat sich in der Praxis eine eigene Sprache entwickelt, die zum einen auf positiv klingende Formulierungen setzt, sich zum anderen aber auch bestimmter Methoden bedient, die die positive Formulierung mit einem Schlag zunichte machen können.

Und wie können wir Sie unterstützen?

Es ist ein Kreuz mit dieser Zeugnissprache. Egal, ob aus bösem Willen oder aus Unkenntnis – manchmal drückt das Arbeitszeugnis einfach nicht das aus, was der Arbeitgeber damit sagen wollte. Oft bemerken wir das zum Beispiel, wenn der Arbeitgeber mit einem Zeugnis-Generator wahllos Bausteine zusammengeklickt hat. Da gibt es Doppelungen, fehlende Eigenschaften, Widersprüche. Von Individualität keine Spur. Wenn Sie Bedenken haben, dann lassen Sie Ihr Arbeitszeugnis überprüfen. Wir machen für Sie den Zeugnis-Check.

Foto: © Daniel Berkmann/Fotolia

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Zeugnis-Check