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So bereiten Sie Ihr Arbeitszeugnis optimal voR

zuletzt geprüft und überarbeitet:

6. Februar 2026

Lesedauer: 3 Minuten

Zeugniswissen

Arbeitszeugnis bei Kündigung & Co
Avatar von Claudia Kilian
Claudia Kilian
Arbeitszeugnis vorbereiten: 4 Schritte

So bereiten Sie Ihr Arbeitszeugnis optimal vor

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Mit unseren 4 simplen Tipps stellen Sie im Vorfeld sicher, dass Sie Ihr Arbeitszeugnis optimal vorbereiten und am letzten Tag ein gutes Arbeitszeugnis in den Händen halten.

Arbeitszeugnis vorbereiten: 4 Schritte Infografik
Die 4 wichtigsten Schritte zum guten Arbeitszeugnis – Infografik

Achtung

Sie stehen vor einer Kündigung oder einem Jobwechsel? In unserer Rubrik Arbeitszeugnis bei Kündigung & Co. finden Sie viele weitere Tipps.

Wir alle wissen: Wenn Zeit knapp ist, kommt meist nichts Gutes dabei raus. Und warum kümmern sich viele dann erst am Ende eines Jobs um das Arbeitszeugnis. Fangen Sie jetzt damit an!

Tipp 1: Fragen Sie Ihr Arbeitszeugnis rechtzeitig an

Sie kennen das sicher: Erst ist der Vorgesetzte im Urlaub, dann Frau Meier von HR. Die Woche drauf ist Forecast, da hat man wichtigere Themen. Und ein Arbeitszeugnis kostet nun mal Zeit und Aufwand, das schüttelt niemand einfach so aus dem Ärmel. Auch mit Zeugnis-Generator nicht. Fragen Sie daher Ihr Arbeitszeugnis rechtzeitig an. Eigentlich sobald Sie wissen, dass Sie das Unternehmen verlassen werden.

So könnten Sie Ihr qualifiziertes Arbeitszeugnis frühzeitig anfragen:

Formulierungsvorschlag

Hallo Bernd,

wie Du weißt, habe ich am 31.10. meinen letzten Arbeitstag. Da ein gutes Arbeitszeugnis erfahrungsgemäß etwas Vorlauf benötigt, möchte ich schon jetzt darum bitten, mir ein qualifiziertes Arbeitszeugnis auszustellen. Gerne unterstütze ich dabei und kann meine Aufgaben und Projekte für Dich zusammenstellen.

Da ich mich zukünftig im Bereich XYZ weiterentwickeln möchte, wäre ich sehr dankbar, wenn meine Erfolge in diesem Bereich im Zeugnis berücksichtigt werden könnten. Auch hierzu kann ich ein paar Formulierungen vorbereiten, wenn Dir das hilft.

Vielen Dank vorab für Deine Unterstützung!
Viele Grüße

Sie signalisieren damit, dass

  • Ihnen ein gutes Arbeitszeugnis wichtig ist,
  • Sie dieses beim Ausscheiden auch zeitnah haben wollen,
  • Sie Verständnis für den Vorgesetzten haben,
  • auch zuarbeiten können (weniger Arbeit für den Chef).

Es ist auch immer sehr hilfreich, wenn man weiß, wie der Zeugnisprozess im Unternehmen abläuft. Wer erstellt das Dokument – der Vorgesetzte, die HR-Abteilung? Wer liefert die Informationen? Die Bewertung? Wird ein Tool eingesetzt? Je nachdem können Sie entscheiden, wie intensiv Ihre „Zuarbeit“ ausfallen sollte/muss.

Tipp 2: Dokumentation ist alles!

Mal Hand aufs Herz: Wissen Sie noch, was Sie vor drei Jahren in Ihrem Job gemacht haben? Wir haben in unserer Zeugnisberatung oft Mandanten, die schon sehr lange in einem Unternehmen arbeiten und zig Positionen inne hatten. Die Arbeitswelt wird schließlich immer schnelllebiger. Es gibt Unternehmen, da sind Umstrukturierungen an der Tagesordnung. Wer weiß denn schon am Ende, was Sie alles geleistet haben. HR? Vermutlich nicht! Der Vorgesetzte? Das wäre gut! Nein – Sie allein wissen, was Sie in den letzten Jahren geleistet und erreicht haben.

Was glauben Sie, wie lange es dauert, die Aufgaben und Erfolge von 10 Jahren zusammenzuschreiben? (Mit Zeitrahmen versteht sich.) Ich bin sicher, Sie können Ihre Zeit besser nutzen. Daher empfehle ich, sich regelmäßig zu notieren, welche Aufgaben Sie haben und welche Erfolge Sie erzielen. Diese laufende Dokumentation ist die beste Grundlage, um Ihr Arbeitszeugnis später schnell und professionell vorzubereiten.

Praxistipp

Es kommt natürlich darauf an, wie abwechslungsreich Ihr Job ist. Wenn Sie tagein, tagaus das Gleiche machen. OK. Dann notieren Sie besondere Projekte und Erfolge (zum Beispiel im Vertrieb: neue Schlüsselkunden, signifikante Umsatzsteigerungen in den Jahren …, usw. ) Es gibt allerdings auch Positionen, wo man sich „wöchentlich neu erfinden muss.“ Hier ist eine regelmäßige Dokumentation definitiv von Vorteil. Sie entscheiden, was regelmäßig ist – monatlich, quartalsweise, jährlich, nach Abschluss eines Projektes. Steht ein Arbeitszeugnis oder Zwischenzeugnis an, nehmen Sie die Liste und markieren alles, was im Zeugnis stehen soll und was Sie karrieretechnisch weiterbringt.

Tipp 3: Ein Zwischenzeugnis sichert den Status quo

Wenn Sie Ihr Arbeitszeugnis gut vorbereiten wollen, nutzen Sie vorab jede Möglichkeit, ein Zwischenzeugnis anzufragen. Hierzu haben wir schon viel geschrieben, daher machen wir es es kurz. Denn :

  • Bindungswirkung: Ein Endzeugnis kann nicht schlechter ausfallen, wenn Sie ein gutes aktuelleres Zwischenzeugnis haben.
  • Man kann im Endzeugnis auf Zwischenzeugnisse verweisen und hat so mehr Platz für aktuelle Erfolge.
  • Sie wissen nicht, was kommt: Der nächste Chef könnte nicht mehr ganz so nett sein. Sie könnten an der nächsten Aufgabe scheitern. (Und das muss nicht an Ihnen liegen.)

Tipp 4: Reviewbögen und Zielvereinbarungsprotokolle aufbewahren

Folgende Situation: Sie arbeiten seit sieben Jahren in einem Unternehmen. Am Anfang ist man hoch motiviert und erbringt Höchstleistungen. Reviews oder Zielvereinbarungsgespräche verlaufen immer äußerst positiv. Und dann gibt es einen Knacks (schlechte betriebswirtschaftliche Situation, ein neuer Chef, etc.). Jetzt wird das Ganze etwas zäh. Schließlich entscheiden Sie sich dafür, das Unternehmen zu verlassen.

Naturgemäß bleiben immer die jüngsten Erfahrungen im Gedächtnis und so fällt das Arbeitszeugnis nicht ganz so prickelnd aus. Jetzt können Sie den Ordner mit den gesammelten Review-Protokollen herausziehen und sagen: „Moment mal. Ein Arbeitszeugnis muss immer das gesamte Beschäftigungsverhältnis dokumentieren. Ich habe hier die Protokolle der letzten sechs Jahre, die mir eine äußerste positive Entwicklung bescheinigen. Außerdem habe ich mir auch alle „Lob“-Mails aufgehoben – von Ihnen, von anderen Abteilungen, von Kunden. So wie ich das Arbeitszeugnis lese, entspricht das nicht der dokumentierten Leistung.“

Auf diese Weise können Sie – falls notwendig – beweisen, dass Sie ein gutes Arbeitszeugnis verdienen. Also immer schön sammeln! So schaffen Sie die perfekte Grundlage, um ein gutes Arbeitszeugnis durchzusetzen, das Ihre gesamte Entwicklung widerspiegelt.

Und wie können wir Sie unterstützen?

Sie haben unsere Tipps beherzigt und trotzdem ist das Arbeitszeugnis nicht so, wie Sie es sich vorstellen? Gerne prüfen wir Ihr Arbeitszeugnis, überarbeiten es nach Ihren Wünschen und sorgen dafür, dass Sie ein wirklich gutes Arbeitszeugnis in den Händen halten. Die richtigen Argumente für den Arbeitgeber bekommen Sie auch gleich von uns mit.

Ja, ich möchte ein besseres Zeugnis! Und die Argumente!

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Claudia Kilian
Ich bin Claudia Kilian – Zeugnis-Expertin, Volljuristin, Fachbuchautorin. Seit 2008 unterstütze ich Fach- und Führungskräfte sowie Unternehmen und Rechtsanwälte, Arbeitszeugnisse rechtssicher und professionell zu formulieren.

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