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Arbeitszeugnis bei Kündigung & Co
8
Jan
2020

Was tun, wenn man arbeitslos ist (wird)?

Mann unterschreibt Bewerbungsanschreiben

[Gastbeitrag] Arbeitslos – zuerst ist das ein großer Schock. Wie geht es weiter? Finanziell, mit der Familie, einem neuen Job. Jetzt heißt es Ruhe bewahren und aktiv die nächsten Schritte setzen. Der folgende Artikel erklärt, worauf es jetzt ankommt und wie man den Schaden begrenzen kann.

Für jeden Arbeitnehmer ist eine Kündigung im ersten Moment unfassbar. Man macht sich Gedanken, wie die Familie oder die Nachbarn darüber denken. Der erste Schritt führt zur Agentur für Arbeit. Wer gekündigt wurde, sollte sich binnen drei Tagen nach Kenntnisnahme der Kündigung arbeitslos melden. So lässt sich eine Verzögerung der Zahlung bei Arbeitslosengeld 1 (ALG I) oder ALG II vermeiden.

Arbeitslos? Meldung bei der Agentur für Arbeit

Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht nur dann, wenn man in den letzten zwei Jahren über einen Mindestzeitraum von 12 Monaten in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat. Wer selbst kündigt, kann allerdings für drei Monate gesperrt werden oder hat gänzlich keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Die Meldung der Arbeitslosigkeit kann telefonisch oder persönlich erfolgen. Alternativ füllt man einen Antrag auf das Arbeitslosengeld online aus. Das erfordert jedoch eine Registrierung auf der Seite der Agentur für Arbeit.

Unterlagen für den Arbeitslosengeld-Antrag

Ob vor Ort oder online: Um die Bearbeitung des Antrags zu beschleunigen ist es ratsam, den Personalausweis oder einen Reisepass mit Meldebestätigung mitzunehmen. Außerdem muss der Sozialversicherungsausweis und das Kündigungsschreiben bzw. der Arbeitsvertrag vorgelegt werden. Hilfreich ist es, einen aktuellen Lebenslauf zu erstellen und diesen ebenfalls bei der Antragstellung auf Arbeitslosengeld dabei zu haben.

Für die Kommunikation mit der Arbeitsagentur sollte man verlässlich erreichbar sein. Im Falle einer neuen Adresse infolge eines Umzugs ist diese umgehend zu melden, da man sonst Einladungen oder andere Mitteilungen nicht erhält. Bei der Nichtwahrung solcher Termine droht eine Sperre.

Aktiv Jobsuche starten

Unabhängig von den Bemühungen der Arbeitsagentur ist es durchaus sinnvoll, frühzeitig nach einer neuen Beschäftigung zu suchen. Dazu eignen sich das persönliche Netzwerk sowie Initiativbewerbungen bei Unternehmen, die dem alten Arbeitsplatz entsprechen oder als mögliche Karrierebretter sinnvoll erscheinen. Optimismus und ein klarer Fokus auf den neuen Arbeitsplatz helfen, diese Zeit der scheinbaren Orientierungslosigkeit gut zu bewältigen.

Übergangszeit sinnvoll nutzen

Seien Sie offen für neue Herausforderungen und sehen Sie die kurzfristige Arbeitslosigkeit als Chance für die persönliche Entwicklung. Jede Veränderung birgt auch Chancen. Ein gezieltes Nachdenken über das bisherige Aufgabengebiet und die eigenen Kompetenzen ermöglicht neue Perspektiven. Und vielleicht haben Sie sich ja bereits vor der absehbaren Kündigung Gedanken über eine berufliche Veränderung gemacht und vergleichbare Stellen angesehen?

Wichtig ist es jetzt, nach vorn zu blicken und offen zu bleiben für neue Herausforderungen. Nutzen Sie die Zeit, um sich weiterzubilden! Engagierte Mitarbeiter mit Resilienz sind für potenzielle Arbeitgeber interessanter als Menschen, die an der Situation zerbrechen und Schuldige suchen.

Bildquelle: athree23@PIXABAY.COM